Archiv – Auf dem Weg zur Erleuchtung

Liebe Freunde, in diesem Blog werden philosophische Fragen und Erfahrungen ausgetauscht. Das Ziel ist, ein tieferes Verständnis über die eigene Wahrheit zu gewinnen. Die Wahrheit kannst Du in diesem Moment erfahren – indem Du es zulässt.

– Das Wissen von Advaita ist nicht das Wissen für jedermann –

Kürzlich versuchte ich mit Anke, für die es nur die Advaita-Sicht gibt, über die verschiedenen Wege, die zum Erwachen führen, zu sprechen.

Anke meditiert nicht und hält auch jedes Bemühen, um irgendwo anzukommen, für überflüssig. Sie sagte mit voller Überzeugung: “Wo soll ich ankommen, wenn es doch kein Ankommen gibt. Ankommen würde doch bedeuten, dass es einen Weg gibt. Es gibt aber keinen Weg, den ich gehen muss, um irgendwo anzukommen und somit muss ich auch nicht meditieren oder etwas tun, um irgendwo anzukommen!“

Inzwischen kenne ich eine ganze Reihe von Leuten, die so ähnlich denken und argumentieren wie es Anke tut. Bei dieser Art von Argumentation wird einem der Wind aus den Segeln genommen, weil durch diese fest eingenommene Betrachtungsweise es wenig Sinn macht, dagegen zu argumentieren.

Die Advaita-Aussagen betrachte ich ja auch nicht als verkehrt, weil es tatsächlich nach dem Erwachen aus der bindenden Dualität keinen Weg und kein Karma mehr gibt.

Meine Antwort dazu war: „Liebe Anke, ich bin sicher, dass nur ganz wenige Mensch Dich verstehen können, wenn Du mit Deiner Advaita-Sprache mit Leuten sprichst, die nur die Dualität als Realität betrachten. Die meisten Menschen – ich denke, das sind über 99,9 % – würden bei Deiner radikalen Ausdrucksform nur Bahnhof verstehen, wenn Du sagst: “Ich existiere doch gar nicht; dieser vergängliche Körper ist doch nur eine vorübergehende sterbliche Erscheinung, mit der ich nichts zu tun habe; ich kann tun und lassen was ich will, das hat alles keinen Einfluss auf mich. Karma gibt es nicht; Leute, die über Karma reden, verstecken sich nur hinter einer neuen Illusion. Selbst wenn ich z.B. jemanden umbringen würde, hätte diese Tat keinen Einfluss auf mich. Diese Ideen von Vergeltung gibt es nicht. Ich bin nicht der Körper und nicht der Handelnde. Das ganze Gerede von Karma und die Idee, dass ich für meine “Sünden” zur Rechenschaft gezogen werde, ist alles Unsinn. Wer will wen zur Rechenschaft ziehen?“

Ich wiederholte: „Wenn Du jemandem erzählst, der in der Maya voll verhaftet ist und keine Ahnung hat, dass es noch mehr gibt als Geburt, Kindheit, Jugend, Ausbildung, Familie, Alter und Tod, wie z.B. die Erfahrung vom Selbst, die jenseits von unseren Erfahrungen liegt, dann wird er Dich vielleicht fragen: “Wie komme ich zu dem Selbst, wovon Du ausschließlich sprichst?” und wenn Du dann sagst, Du musst nichts tun, Du bist schon da und Du warst immer schon da, dann wird er Dich wohl nur noch mit großen Augen ansehen und Dich sicherlich für bekloppt oder für nicht ganz zurechnungsfähig halten und wird sein gewohntes Leben unverändert weiterführen!“

Anke und ich diskutieren immer mal wieder über diese Advaita-Sicht, aber meistens bricht jede Diskussion schon nach kurzer Zeit zusammen, wenn ich sage: “Wenn jemand sich für Erleuchtung interessiert, dann macht es keinen Sinn, dort mit dem Gespräch anzufangen, wo das Endergebnis von einem Weg ist. Viele Lehrer verstehen es nicht, den Schüler dort abzuholen, wo er gerade in seiner Entwicklung ist.

Die Entwicklung beginnt dort, wo Du gerade bist

Als mein Meister das erste Mal in die westliche Welt kam, da sprach er auf seinen Vorträgen in Amerika von Gottes- und Einheitsbewusstsein und von innerer Wachheit. Die Leute haben nur Bahnhof verstanden. Sie konnten nicht glauben, dass es etwas gibt, was jenseits von unserem Denken und unserem Verstand ist, etwas, was der Verstand nicht begreifen und nicht fassen kann.

Maharishi erkannte sehr schnell, dass die Leute ihn nicht verstanden, wenn er vom Gottes-Bewusstsein und von der damit verbundenen inneren Wachheit sprach. Die Zuhörer waren mehr daran interessiert, wie sie mit ihrem Alltag klarkommen. Sie wollten gut schlafen, gut Geld verdienen und eine gute Gesundheit, eine gute Ehe und Erfolg in ihrem Beruf haben.

Da war kein oder nur sehr wenig Interesse für Selbsterfahrung, für Erleuchtung.

Als mein Meister, Maharishi, erkannt hatte, dass seine höchst spirituellen Vorträge, die auf Befreiung abzielten, nicht von seinen Zuhörern verstanden werden konnten und sie somit ein völlig anderes Interesse hatten, als zur Erleuchtung zu kommen, hat er seine Vorträge umgestaltet.

Er fing damit an, Wissenspakete zu entwickeln. Er schaffte Wissenspakete für Kinder, Jugendliche, Hausfrauen, Wissenschaftler, Manager, Arbeiter, Angestellte, Künstler, Rentner etc.

In jedem Wissenspaket ist das vollständige Wissen von der reinen Intelligenz so dargestellt, dass es die jeweiligen Bedürfnisse der verschiedenen Menschen zur Erfüllung bringen kann. Eine Hausfrau hat ein anderes Interesse als ein Ingenieur, und aus dem Grund macht es auch Sinn, mit der Hausfrau anders über den Weg, der zur reinen Intelligenz, zum Selbst, führt, zu sprechen als mit einem Ingenieur.

Maharishi hat das große Ziel, jeden Menschen mit dem Wissen der Wissenschaft der Kreativen Intelligenz zu erreichen. Das ist sein Weltplan. Sein Weltplan beinhaltet also, die Menschheit zur Erleuchtung zu führen. Um das zu erreichen, hat er, wie gesagt, Wissenspakete erstellt. Die unterschiedlichen Wissenspakete waren so mit Wissen gefüllt, dass jeder, entsprechend seines Alters, Wissensstandes, Interessen etc. das entsprechende Wissenspaket bekam.

Durch die Wissenspakete haben die verschiedenen Menschen in ihrer Sprache einen Weg beschrieben bekommen, um mehr Erfolg, mehr Reichtum, mehr Freude und mehr Erfüllung zu finden. In jedem Wissenspaket war das Wissen vollständig, d.h. jeder Leser wurde entsprechend seiner jeweiligen Lebenssituation durch das Wissen der Wissenschaft der Kreativen Intelligenz angesprochen, um auf ganz einfache und natürliche Weise sein eigenes geistiges und körperliches Potenzial zu entfalten und um letztendlich das eigene Selbst in seiner nicht beschreibbaren Fülle gewahr zu werden.

Heute gibt es viele Maharishi-Schulen und eine staatlich anerkannte Maharishi-Universität in Fairfield, Iowa, USA, wo Schüler und Studenten während ihrer Ausbildung lernen, wie sie, neben dem normalen Schul- und Studienwissen, auf natürliche Art und Weise sich ihr Selbst gewahr werden, um mit der Selbsterfahrung auch die vollkommene Erfüllung im relativen Leben zu erfahren.

Wenn jemand bereits die Unsterblichkeit erreicht hat und sein Leben im Einklang mit allen Naturgesetzen verläuft, dann ist die Advaita-Sicht vollkommen in Ordnung. Auch die Aussagen, dass es kein Karma und es keinen Weg gibt, sind von der Advaita-Sicht richtig, nur wenn man die Advaita-Sicht aus angelesenen Informationen zum Besten gibt, dann halte ich die Betrachtungsweise für irreführend, weil man etwas vertritt, was man noch gar nicht im Stande ist selbst zu leben, d.h. für mich, wenn jemand noch nicht den feinsten Aspekt der Schöpfung und die höchste Glückseligkeit in sich erfährt, dann ist es gut zu schauen, was dazu beitragen kann, um das Gottes- und Einheitsbewusstsein zu erfahren.

Sicherlich gibt es auch schon viele Leute, die in sich das Selbst realisiert haben und mit ihrem Selbst so zufrieden sind, dass sie an eine Weiterentwicklung des Nervensystems nicht mehr interessiert sind. Diese Erfahrung haben viele Leute, die ins Kosmische Bewusstsein gekommen sind und kein Wissen darüber haben, dass sie durch die Weiterentwicklung ihres Nervensystems und ihrer Wahrnehmungsorgane feinere Ebenen der Schöpfung erfahren könnten, um ihren relativen Erfahrungsbereich und die damit verbundene zunehmende Glückseligkeit zu erhöhen.

Das Selbst wurde im Kosmischen Bewusstsein voll realisiert. Mehr Realisierung vom Selbst ist nicht mehr möglich, aber die Entwicklung vom Nicht-Selbst, dem Nervensystem, findet erst nach der Selbstrealisierung, im Kosmischen Bewusstsein, statt.

Durch das Wissen von Maharishi kann heute jeder auf seinem Weg das Selbst auf natürliche Weise realisieren und den ganzen Bereich der Relativität erfahren.

Aus dem Grunde sagen wir: „Das Leben ist nicht nur das Selbst, sondern auch das Nicht-Selbst“.

Jeder von uns kann sein Leben zu 200 % leben, d.h. 100 % durch die Selbstrealisierung und 100 % durch die gesamte Erfahrung im Relativen – von der gröbsten bis zur feinsten relativen Erscheinungsform.

Ein Leben mit zwei Füllen ist die Fülle vom Selbst und die Fülle im Relativen. Zwei Füllen sind unendlich mehr, als wenn man nur eine Fülle, die Fülle vom Selbst, erfährt und lebt, wie es im Advaita der Fall ist.

Das Selbst ist der Urgrund für unser Leben und für die gesamte Schöpfung.

Jene, die das Selbst verwirklicht haben, sind frei von allen bindenden Einflüssen, die die Erscheinungsformen, die Relativität, in sich trägt!

Sobald wir das Selbst realisiert haben, erkennen wir, dass wir nicht die Handelnden sind. Die Handlungen geschehen durch uns, aber wir sind nicht mehr an die Handlungen gebunden und somit haben die Handlungen keinen karmischen Einfluss mehr auf uns. Wir sind frei.

In Wahrheit geschehen die Handlungen durch die Naturgesetze. Wenn wir das Selbst realisiert haben, fallen die egobehafteten Handlungen weg und man handelt im Einklang mit allen Naturgesetzen. Der individuelle Wille – der Wille, der bestimmt ist durch das Ego – wird zum Kosmischen Willen transformiert.

Handlungen im Einklang mit allen Naturgestzen

Im Kosmischen Bewusstsein handelt man im Einklang mit allen Naturgesetzen und man ist dann nicht mehr in der Lage, noch egohafte Wünsche zu erfüllen. Das geht nicht, weil solche Wünsche ab dem Kosmischen Bewusstsein nicht mehr entstehen können. Ab dem Kosmischen Bewusstsein betrachten wir uns als das reine Bewusstsein, das die Grundlage für alle Erscheinungen ist.

Unsere Handlungen sind die Handlungen des Kosmos – der Naturgesetze, der drei Gunas. Die Gunas wirken auf die Gunas, wodurch Handlungen geschehen. Ab dem Kosmischen Bewusstsein kann man die Aussage: “Dein Wille geschehe bzw. dein Wille ist mein Wille” – Gottes Wille ist auch mein Wille – verstehen, d.h. ab dem Kosmischen Bewusstsein handeln wir in Gottes Willen. Wir haben unseren Willen, das Ego, transformiert, um im Einklang mit Gottes Gesetzen zu handeln.

Das Leben findet im Relativen, der Erscheinungswelt, statt

Für mich umfasst das Leben, und so habe ich auch Maharishi verstanden, „nicht nur das reine Bewusstsein“, wovon im Vedanta die Rede ist, sondern auch die gesamte relative Schöpfung, die wir mit unserem Nervensystem auf allen Ebenen erfahren können.

Erfahrungen hängen vom Nervensystem ab

Wenn unser Nervensystem noch nicht voll entwickelt ist, dann können wir auch nur einen geringen Teil der Schöpfung wahrnehmen und erfahren. Wir sehen z.B. von einem Eisberg, der im Wasser schwimmt, nur etwa 1/5, die anderen 4/5 des Eisberges können wir nicht sehen, weil unsere Sinnesorgane – auf Grund des nicht genügend entwickelten Nervensystems – nicht in der Lage ist, die anderen 4/5 vom Eisberg zu sehen. Erst wenn wir unser Nervensystem voll entwickelt und trainiert haben, um die schöpferische Intelligenz auf der sinnlichen Ebene zu nutzen, sind wir in der Lage, das ganze Spektrum der Schöpfung bewusst zu erfahren und zu nutzen.

Der Schöpfer hat uns ein so hoch entwickeltes und spezifiziertes Nervensystem gegeben, wodurch wir jeden Aspekt der Schöpfung erfahren können. Jeder von uns hat die Möglichkeit sein Nervensystem zu reinigen und zu verfeinern, um die ganze Bandbreite der schöpferischen Existenz zu erfahren und auf der feinsten schöpferischen Ebene tätig zu sein.

Durch die Erfahrung von Glückseligkeit weiß man, dass man sich auf der schöpferischen Ebene befindet. Die schöpferische Ebene ist die Ebene, von wo aus die Schöpfung entsteht. Es ist die Quelle, der Ursprung unserer Gedanken und der gesamten Schöpfung, die wir auch als Glückseligkeit erfahren können.

Mit Hilfe eines Fortgeschrittenen-Programms der Transzendentalen Meditation, dem TM-Siddhi-Programm, können wir unsere Fähigkeiten auf der Grundlage des reinen Bewusstseins (Samadhi) erhöhen, um „übermenschliche“ Fähigkeiten zu erlangen. Erst wenn unser Nervensystem genügend gereinigt und verfeinert ist, d.h. dass es bis zur feinsten Ebene seiner eigenen Existenz gereinigt und verfeinert ist, können wir die wunderbaren übermenschlichen Fähigkeiten – die yogischen Fähigkeiten – wie sie auch bei Patanjali beschreiben sind, entfalten.

Mit übermenschlichen Fähigkeiten sind eigentlich ganz normale Fähigkeiten, wie hellsehen, hellhören, fliegen etc. gemeint. Es sind also keine übermenschlichen Fähigkeiten, sondern ganz normale Fähigkeiten, die durch ein normal funktionierendes Nervensystem auf natürliche Weise in Erscheinung treten.

Mit einem verfeinerten Nervensystem können wir das reine Bewusstsein kanalisieren, um unsere Handlungs- und Wahrnehmungsorgane im Höchstmaß zu nutzen. Diese besonderen Fähigkeiten, Siddhis, können wir für unser tägliches Leben voll nutzen.

Viele von uns haben bereits klare Siddhi-Erfahrungen, so wie sie auch bei Patanjali beschrieben werden, d.h. man sieht, riecht, schmeckt, fühlt etc. um ein Vielfaches besser als wir es gewohnt sind. Man kann z.B. Dinge riechen, die viele Kilometer von uns entfernt sind oder Dinge sehen, die z.B. in einem anderen Raum oder einem anderen Land stattfinden oder Dinge, die sich erst später zu einer anderen Zeit (Zukunft) zeigen werden.

Mehr über die Siddhis schreibe ich später.

Dank an Wolfgang Möckel für seine Inspirationen und Korrekturen!

Über Kommentare, Korrekturen und Ergänzungen freue ich mich. 

Gerne könnt Ihr meine Texte an Freunde weitergeben oder teilt mir bitte von Euren Freunden die E-Mail-Adresse mit, damit ich sie in meinem Verteiler aufnehme. 

Auf meiner Webseite: http://spiritualität-gesundheit.de/spiritualitat-gesundheit/Nachrichten/Nachrichten.html

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 Peter Kiefer, Claus Götte und Johannes Buchholz

Meine bereits verschickten Rundschreiben findet Ihr unter: http://spiritualität-gesundheit.de/spiritualitat-gesundheit/Peters_Rundschr./Archiv.html

‎Meine Webseite: http://www.spiritualität-gesundheit.de

Meine persönlichen Erfahrungen mit der Transzendentalen-Meditation (TM)

Dharma as a Tool for Spiritual Transformation

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